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THEMA: Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen

Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 13 Jun 2018 22:04 #1

"In den historischen Räumen des Wichterheer-Gutes in Oberhofen am Thunersee sind Uhren und mechanische Musikinstrumente unterschiedlichster Machart und Epochen ausgestellt. Das mittelalterliche Rebgut war vom 13. Jahrhundert bis 1948 im Privatbesitz grosser Berner Familien. Das Haupthaus wurde 1518 errichtet und ist in seiner Substanz trotz mehrerer Umbauten im Wesentlichen erhalten geblieben." Aus der Homepage des Museums. https://www.uhrenmuseum.ch/



Von der Uferpromenade her gesehen. Der Himmel war halt verhangen; aber genau das Wetter für einen Museumsbesuch!
Ich selbst kam zu spät zum Einchecken. Musste in Thun mitten durch die Stadt in dichtem Verkehr eine Baustelle umfahren. Aber die freundliche Empfangsdame an der Kasse wusste schon, dass ich noch eintreffen werde und zeigte mir den Weg in den Keller, wo ich den Anschluss an die Gruppe fand.



Schliesslich ertönten da bereits die ersten Drehorgeln, jede ein Original und jede anders! Aber davon später.

In den Kellerräumen sind vor allem viele Uhrwerke und Uhren in allen Varianten ausgestellt, die kleinen Armbanduhren und Sackuhren in Glasvitrinen, die Pendulen jeden Alters an den Wänden. Jede ein Kunstwerk. Es gibt eine Fülle von Details, die wirklich zum Staunen sind!













Die meisten haben als Antrieb einen Seilzug mit Gewicht daran. Wer erinnert sich noch daran, dass man periodisch, einmal pro Woche, dieses Gewicht wieder hochziehen musste. Für das Schlagwerk hatte es dann noch ein zweites. Übrigens sind alle die ausgestellten Exponate intakt und "gehen" noch. Da und dort hört und sieht man das Ticken und ab und zu, oder wenn der Führer die Zeiger entsprechend stellt, auch den Stundenschlag!

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Letzte Änderung: von WillY.

Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 13 Jun 2018 22:36 #2

Eine Stempeluhr, die mir noch sehr bekannt ist aus meiner Lehrzeit in der BBC findet sich unmittelbar neben einer uralten Stechuhr, wo mittels eines Hebels die Zeit auf einer grossen runden Scheibe gewählt und dann mit dem spitzigen Eisenstift durch ein Loch gestochen werden musste. Im Innern des Kastens wurde dieser Stich dann registriert - fragt mich nicht, wie. :-)





Dieses wunderschöne klare Uhrwerk ist neueren Datums. Es wurde nämlich von Frank Jutzi, Wichtrach, in Handarbeit erstellt und zusammengebaut. Ich habe in den 80er Jahren diesen Uhrenkünstler in seiner Dachkammer angetroffen, als er noch Schüler war und bei seinen Eltern wohnte. Er hatte ein Klappbett im Zimmer, weil eigentlich der ganze kleine Raum eine einzige Werkstatt bildete. Er war schon damals ein Uhrenfan und ist es geblieben bis heute.



Wie kompliziert und mathematisch genau diese Zahnräder ineinandergreifen, kann an den grösseren Werken gut abgelesen werden.



Doch gab es auch Künstler für die gute Stube. Hier hängt rechts im Bild eine sog. Funk-Uhr. Nein, das war keine moderne elektrische mit Funkfernsteuerung zu einer Mutteruhr oder Atomuhr. Der Uhrmacher, der diese Schmuck-Pendulen herstellte und vertrieb, hiess Funk! In Wikipedia lese ich: "Daniel Beat Ludwig Funk (getauft 16. Januar 1726 in Bern; † 1. Mai 1787 in Bern; Bürger von Nidau) liess sich zum Uhrmacher ausbilden und arbeitete ungefähr ab 1750 mit seinem Vater Mathäus Funk zusammen, aber auch mit seinem Onkel Johann Friedrich Funk oder dessen Sohn Johann Friedrich Funk. Zahlreiche Pendulen, Nachtuhren und Tableaux mouvants tragen seine Signatur FONCK A BERNE oder FONCK FILS A BERNE. Mit zunehmendem Alter betrieb er Handel mit Uhren, die er meist aus Paris importierte und ebenfalls mit seiner Signatur versah. "



Wie kunstvoll diese Wanduhren gestaltet wurden, sieht man an diesen sehr wertvollen Exponaten in diesem Barockzimmerchen in der Ausstellung.







Kompliziertere Werke zeigen die Mondphasen, die Sternzeichen, die Monate usw. an. Auf diesem Zifferblatt sind sogar die Namen eingemeisselt - wenn man das Original gross genug darstellen könnte.



Dies ist eine Emmentaler Wanduhr. Es gibt an ihrer Seite noch weitere ähnliche aus der Gegend. Nimmt mich ja nur wunder, woher diese Erbauer ihre Zeit genommen haben, solche kleinen Kunstschätze zu bauen!!

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Letzte Änderung: von WillY.

Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 13 Jun 2018 23:09 #3

Weiter gehts mit den verschiedenen Klängen der mechanischen Orgeln und Instrumenten, die eigentlich alle noch funktionieren - eben, weil alles von Hand gebaut und angetrieben wird. O.K. bei den grösseren Werken wird wohl da und dort ein Elektromotor die Energie liefern, hatte ich so im Gefühl.



Schon das Innere dieser kleinen Drehorgeln, die komplizierte Mechanik, ist ein Kunstwerk, aber eben auch die Fronten werden besonders bunt und individuell gebaut, wie man sieht.



Zu den Holz- und Zinkpfeifen kommen hier noch Trompetenröhren aus Messing zum Einsatz - tönt auch entsprechend!!



Neben Drehorgeln entdecken wir viele mechanisch angetriebene und durch Lochplatten oder Bänder gesteuerte Instrumente, zum Teil mit echten Saiten und Hämmerchen, die den Ton auslösen. So hat uns mit Begeisterung der Führer diese Musik vorgespielt.





Leise, feine Töne erklingen hier von dieser Zirkusdame.





Und hier tanzen die Balletteusen in einer Reihe zu den Klängen der grossen Musikdose.





In einem Glaskasten werden die winzigen Nadeln gezeigt, wohl keinen Milimeter dick, die in die Löcher an der Walze eingesteckt werden, um die Metallzungen zum Klingen zu bringen. Eine Feinarbeit und Präzision, die wir uns nicht vorstellen können. Wie bringt man den Stift an die richtige Stelle, damit er den in den Noten bezeichneten Ton wiedergibt?

Eigentlich müsste man von vielen Instrumenten, die wir gesehen und gehört haben, ein Video mit Ton vorführen. Ich hab's versucht, aber das ist nicht so gut gelungen. Vielleicht wird uns ja Kornblume ihre Müsterchen vorspielen. Ich würde mich freuen!



Nach diesen hochinteressanten Ausführungen bei der 2-stündigen Führung haben wir zufrieden das Museum wieder verlassen. Der Bus fuhr gerade vis ä vis an die Haltestelle. Mich zog es noch an den See in den Park zum Churchill-Denkmal.

Mit herzlichem Dank an Christian Rupp, der uns diesen spannenden Ausflug angezetteln hatte.
Freuen wir uns auf den nächsten.
WillY

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Letzte Änderung: von WillY.

Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 14 Jun 2018 15:10 #4

Herzlichen Dank an Christian für den interessanten Ausflug und Besuch des Wichterheer-Museums! Aber auch Willy für die immer schöne Bildreportage. Lustig, dass beim Bild der Drehorgel von Frati, die Hände des Fotographen wie zum Dekor gehören!

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Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 14 Jun 2018 20:31 #5

Ja WillY die Verhältnisse im Museum waren schwierig um ein Video aufzunehmen. Ich musste vier löschen weil die Tonqualität ganz schlecht war. Bei dem nachstehenden ist sie auch nicht optimal aber mann kann es hören...





ich zeige hier einige Fotos ehe WillY zu uns gestossen ist.



auf dem Schiff



Schloss Schadau



Schloss Oberhofen



das Schiff das uns von Thun nach Oberhofen brachte






Entrée vom Restaurant


Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in die Menschen hineinhuschen kann.

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Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 14 Jun 2018 20:36 #6

es geht weiter



Brunnen im Schlossgarten



Aussendeko beim Restaurant






Uferpark



unser Ziel




ich bedanke mich ganz herzlich bei Christian für die gute Organisation und wünsche dir und Susi einen schönen Sommer. Wir sehen uns im Oktober wieder :)



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Letzte Änderung: von kornblume.

Besuch im Museum Wichterheer-Gut in Oberhofen 15 Jun 2018 15:23 #7

Vielen Dank Kornblume! Da hast du ja im Stillen noch ein paar ganz schöne Schnappschüsse beigefügt!

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