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THEMA: Agua Caliente Teil 3

Agua Caliente Teil 3 04 Feb 2016 19:03 #1

  • pablito
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  • Beiträge: 449
Wie versprochen bringe ich hier den dritten, den letzten Teil von meinen Erinnerungen an die Montage in Agua Caliente. Diesmal geht es nicht mehr geisterhaft zu und her, aber gleichwohl recht spannend.
Allen Lesern wünsche ich Viel Vergnügen.

Hier der Link :

Dateianhang:

Dateiname: AguaCalienteTeil3.pdf
Dateigröße: 552 KB

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Agua Caliente Teil 3 04 Feb 2016 21:23 #2

Vielen herzlichen Dank, Pablito !

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Jean-Pierre

Agua Caliente Teil 3 04 Feb 2016 21:25 #3

Beim kleinen Abstecher von pablito nach Chile, nach Los Angeles, an den Fluss Bio Bio hat’s schon etwas geheimelet. Kennen wir doch dieses Land sehr gut, vom obersten nördlichen Punkt bis zum untersten südlichen Punkt haben wir’s mehrmals bereist, für uns ein Paradies.

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Jean-Pierre

Agua Caliente Teil 3 04 Feb 2016 21:25 #4

Vielen Dank Pablito für die letzte spannende Erzählung. Wenigstens hast Du gewusst, wie Du dich wehren konntest :)

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Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in die Menschen hineinhuschen kann.

Agua Caliente Teil 3 04 Feb 2016 21:45 #5

Bei der dank des Fahrwerks abenteuerlichen Landung von pablito kam bei mir eine happige Erinnerung hoch:

Anfang 80er Jahre bereiste ich zum ersten Mal mein Paradies Patagonien, damals, jung und pruschper, mit Zelt, Rucksack und Kocher. Wegen Flugplan-Zeitnot musste ich meinen Aufenthalt in Calafate (Arg), beim Lago Argentino und dem Perito Moreno Gletscher abbrechen und konnte mich in eine Maschine der Armee reinschmuggeln, Ziel Rio Gallegos.
Die Landung in Rio Gallegos wurde abrupt mit einem Durchstarten abgebrochen. Dann folgte ein Kreis über das Städtchen und der nächste Landungsversuch – gleiches Resultat – nächster Versuch – gleiches Resultat. Irgendwann kam jemand aus dem Cockpit und erklärte uns, dass wir ein Problem mit dem Fahrwerk hätten – es will partout nicht raus. Aber sie würden’s weiterprobieren und sie würden’s schaffen – es wäre ja gelacht ...
Bevor er ins Cockpit zurückging, gab er uns „doggy bags“ – da war’s klar: Es wird spannend.
Nach zwei weiteren Landeversuchen begann das Flugzeug zu steigen und stieg und stieg. Plötzlich ging die Cockpit-Türe auf und jemand schrie nach hinten, wir sollten uns auf etwas gefasst machen und uns konzentrieren – als ob wir’s nicht schon gewesen wären.
Das Flugzeug kippte um und stach Nase voraus fast pfeifengerade runter. Der Lärm wurde ohrenbetäubend. Wir dachten schon ans letzte Stündchen und sangen innerlich „Näher mein Gott zu Dir“.
Und plötzlich riss der Pilot das Flugzeug aus der Fast-Vertikale und fuhr das Fahrwerk aus – rumms, ausgefahren und eingehakt! der Zentrifugalkraft sei herzlichen Dank!

Dies war das erste und einzige Mal, bei dem dieses idiotische Klatschen nach der Landung einen wirklichen Sinn hatte und ich heftig mitmachte. Auf dem Flugfeld haben wir uns alle, die Piloten und die wenigen Passagiere, innig umarmt.

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Jean-Pierre
Letzte Änderung: von jipégé.

Agua Caliente Teil 3 05 Feb 2016 09:19 #6

Herrlich Jean Pierre,
diese Beschreibung, solche Abenteuer muss man erlebt haben. Hoffentlich kramen noch viele in ihrem Gedächnis nach ähnlichen Begebenheiten.

Besten Dank
Thedy

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Agua Caliente Teil 3 05 Feb 2016 09:47 #7

Hoi Pablito,
herrlich Deine Beschreibung und die Erklärungen zur Technik. Manchmal braucht man auch ein wenig Mut und Selbstvertrauen um gegen einen Besserwisser Chef aufzustehen. Das kann man sich eben erlauben wenn man weiss dass man etwas kann und versteht vom Fach und sei es nur vom Reisefach. Gratuliere.

Besten dank
Thedy

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Agua Caliente Teil 3 05 Feb 2016 17:10 #8

Lieber Pablito,
auch ich habe Deinen Bericht nun gelesen und ich muss schon sagen: Wenn einer eine Reise tut dann kann er was erleben, auch bei Arbeitsreisen. Sehr interessant, was Dir dabei so alles widerfahren ist. Etwas hat mich sogar etwas angeheimelt, und zwar die Nennung der Firma Rittmeyer Zug. Zu jener Zeit ungefähr, als Du dort Rücksprachen hattest, hatte ich eine Schwägerin, die bei dieser Firma gearbeitet hat als Sekretärin, bis zu ihrer Verheiratung. Aber nicht in Zug direkt, ich glaube, das war eher etwas Richtung Inwil, wenn ich jene Topographie noch richtig erinnere, denn sie fuhr von Baar aus mit dem Velo dorthin.

Und über Technik, wie sie von Euch gebaut wurde, habe ich auch eine kleine Ahnung bekommen. Es gibt immer wieder etwas Neues, von dem man nichts weiss!

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Es irrt der Mensch. solang er strebt.

Agua Caliente Teil 3 05 Feb 2016 17:16 #9

Lieber Jean-Pierre,
schüttel-schüttel, kann man zu diesem Flugmanöver nur sagen, und zwar ziemlich heftig. Da möchte ich nicht in Deinen Hosen gesteckt haben. Aber dass Ihr am Ende auf sicherem Boden der Mannschaft Beifall geklatscht habt..... gut. Ich denke, das sollte immer gut sein, wenn so etwas hilft, das Selbstvertrauen zu fördern. Ich sehe das "idiotische Klatschen" nicht so streng.

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Es irrt der Mensch. solang er strebt.

Agua Caliente Teil 3 06 Feb 2016 13:28 #10

  • pablito
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Lieber Jean-Pierre,

Danke für diese Erzählung. Das war noch abenteuerlicher, als meine beinahe- Bauchlandung.

Dieser Thread hat es in sich. Sicher kommen noch mehr Erinnerungen an frühere Zeiten; auch wenn sie nicht sooo abenteuerlich sind. Gleichwohl lesenswert.

pablito

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Letzte Änderung: von pablito.

Agua Caliente Teil 3 08 Feb 2016 18:48 #11

Lieber Pablito
ich habe es sehr genossen, an Deinen Erlebnissen teilhaben zu können. Ich habe Dir schon einmal gesagt, ich würde heute sehr bereuen nie für längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet zu haben. Gelegenheiten hätte sich mehrmals geboten und heute ist es zu spät. Aber neidisch bin ich Dir gleichwohl nicht, als Schmarotzer versuche ich mir Deine Erlebnisse zu fühlen.
Herzlichen Dank
Christian

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Gruss Christian

Agua Caliente Teil 3 16 Feb 2016 16:47 #12

Lieber Pablito

Gratuliere zu Deinem tollen Bericht. Ich habe das mit grösstem Vergnügen gelesen.
Da sind gleich wieder einige Monteur-Geschichten hoch gekommen, z.B. aus der Sowjetunion
der 80er Jahre. Aber ich habe diese ja nicht selber erlebt, kenne sie nur aus Erzählungen der Beteiligten.
Ich war nie auf Ausland-Montage, ich musste als Personal- und Finanzchef die Herrschaften nur bei guter
Laune halten. Und für schlaue Flugtickets war die Sekretärin zuständig.
Herzliche Grüsse
Alois

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Agua Caliente Teil 3 21 Feb 2016 18:29 #13

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Danke allen, die einen Komentar geschrieben haben.
Damit bin ich vorläufig fertig mit meinen Erinnerungen. Der Thread geht weiter und ist hochinteressant. Sicher könnten noch viele, viele Erinnerungen hier veröffentlichen.
pablito

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Agua Caliente Teil 3 18 Mär 2016 17:55 #14

Der Entsander

Im Sommer verbringe ich oft einige Tage bei einer befreundeten Familie in einem alten Gommer-Haus in Gluringen. Natürlich unternehmen wir, soweit das Wetter dies zulässt, grössere aber auch kleinere Wanderungen. Meistens beginnen diese Wanderungen auf einem Weg auf die andere Seite des Rotten, wie die Rhone hier heisst.
Schon recht bald kommt man an einem gestauten Seitenarm vorbei, das Wasser wird zur Elektrizitätserzeugung für die Alu-Werke in Chippis verwendet. Mehrmals hat mich mein Freund hier auf einen sogenannten Entsander aufmerksam gemacht, aber was das genau ist habe ich eigentlich nie gewusst.
Nun hat uns Pablo in seinen interessanten und spannenden Beiträgen von seinen Erlebnissen in Guatemala erzählt. Auch er erwähnte und beschrieb hier einen Entsander. Der Zufall wollte es, beim letzten Bäre-Höck sassen wir beide nebeneinander, und ich sagte ihm, dank seinen Berichten wüsste ich nun besser, was ein Entsander sei. Warum ich das denn wissen wolle, entgegnete er. Ich erzählte von meinen Wanderungen im Wallis und eben vom Zeigen des Entsanders. „Wo war das im Wallis?“ fragte mich Paul. „In Gluringen im Goms“. Paul bzw. Pablo lachte und sagte mir „das ist genau der zweite Entsander, den ich geschweisst habe“.
Später in unserem Gespräch wollte er dann auch noch wissen, wo mein Walliser-Freund denn wohne und später wie sein Name sei. Mit meiner Antwort, es sei der Leo aus Salgesch war die Überraschung perfekt. Für Pablo war und ist er kein Unbekannter. Er hätte ihn mehrmals besucht, früher als er noch in Liebefeld wohnte und auch später in Salgesch, er kaufe bei ihm immer Wein. Dieser Leo Mounir betrieb viele Jahre einen Weinkeller in Salgesch, dieser wird jetzt von seinem Sohn und dessen Frau weitergeführt. Der Bäre-Höck wird übrigens diesen Cave du Rhodan am 13. Juli 2016 besuchen.
Ganz fertig ist die Geschichte hier noch nicht. Ich habe natürlich alles dem Leo erzählt, und er hat mir geantwortet, dass er Paul seit ungefähr 35 Jahren kennen würde und sich freut, ihn bei Gelegenheit wiederzusehen. Dazu ist am 13. Juli 2016 Gelegenheit. Und das alles wegen eines Entsanders in Guatemala.

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Gruss Christian

Agua Caliente Teil 3 18 Mär 2016 18:37 #15

  • pablito
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Diese Geschichte entlockt mir eine Antwort.

Das war eine schöne Diskusion mit unserem "Bärewärter" Christian und für mich ebenso eine Überraschung seine Version zu hören. Es stimmt, die beiden ersten Entsander habe ich geschweisst, damals noch als junger allround - Mechaniker. Der Erste ist im Hübschweidli (ist doch ein schöner Name) im Turtmanntal und der Zweite eben im Gluringen im Goms im Betrieb. Beide haben sich ausgezeichnet bewährt, darum sind sie noch Heute im Betrieb.
Im Jahre 1962 fuhr ich zum ersten Mal nach Salgesch um dort Wein zu kaufen. Damals war noch der Bruder vom Leo Kellermeister. Er ist leider schon lange verstorben. Heute sind es nach meiner Rechnung 54 Jahre, dass ich Kunde bin in diesem Weinkeller und ich hoffe es noch viele Jahre sein zu können. Auch habe ich im etliche Kunden zugewiesen, welche viel mehr Wein bei ihm kaufen als ich. Jetzt gibt es diesen Sommer einen Ausflug genau dorthin. Den möchte ich nicht verpassen und freue mich darauf.

Agua Caliente, Entsander und Salgesch. Das passt doch irgendwie sehr gut zusammen finde ich.

Ein schönes Wochenende wünscht allen

pablito

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Letzte Änderung: von pablito.

Agua Caliente Teil 3 19 Apr 2016 10:31 #16

Eine ganz tolle Geschichte! Wie klein die Welt doch ist - es braucht "nur ein wenig Zeit und Geduld, um so dies und das zu erfahren... und eben ein SeniorBern.ch

Der 13. Juli ist in meiner Agenda schon längst notiert, und ich freu mich, dann von Amriswil aus auch dabei zu sein. Es ist ja der gleiche Zug ab Amriswilins Wallis, in den Ihr in Bern auch zusteigen werdet.

Übrigens: diesen Beitrag schreibe ich aus eben auch "diesem Zug", allerdings fahre ich im Moment Richtung Bodensee bzw Amriswil.

Rolf

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