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THEMA: Was war früher anders ?

Was war früher anders ? 30 Jun 2018 16:21 #1

Was war früher anders?

Ich erlaube mir hier einiges kunterbunt durcheinander zu erzählen wie ich es in meinen Jugendjahren erlebt habe.

Anständiges Benehmen wurde einem in der Familie und den Lehrkräften in der Schule oder spätestens durch den Lehrmeister beigebracht. Wobei Ohrfeigen oder Stockschläge mit dem Lineal zu den härteren Strafen gehörten. In der Schule wurden mehrheitlich Strafaufgaben (Texte abschreiben, Rechenaufgaben lösen, Gedichte auswendig lernen) verteilt. Wenn die Eltern die Strafaufgaben bemerkten, kamen auch von dieser Seite noch entsprechende Bemerkungen und Sprüche.

Ich weiss noch ganz genau, dass wir Kinder uns beim Essen am Tisch nie in ein Gespräch einmischen durften. Man musste immer zuerst warten bis die Erwachsenen fertig gesprochen hatten. Bei einem Besuch bei anderen Leuten oder Bekannten war das ein absolutes MUSS.

Wir wohnten zu dieser Zeit im Süd Tessin, es gab zu jener Zeit in unserem Dorf gerade mal 4 Deutschschweizer- Familien. Zu der Zeit als ich dort die Elementarschule besuchte gab es immer gewisse kleine Arbeiten die meine kleinere Schwester und ich erledigen mussten. Dazu gehörte das Jäten im Garten, ach wie ich das hasste, diese harten getretenen Kieswege vom Unkraut zu befreien.

Der oben beschriebene Garten hatte als Abgrenzung zum vorbeiführenden Strässlein eine Mauer, sie war zirka 2.50 m hoch. An dieser Mauer liess mein Vater von einem Gärtner je 2 Pfirsich & Aprikosen Spalierbäumchen pflanzen. Das lustige ist aus heutiger Sicht, der Gärtner setzte die 2 Pfirsichbäumchen mit der Bemerkung, das sei eine ganz neue kaum bekannte Sorte, die Früchte sollen keine flaumige Haut haben, sondern eine ganz glatte. Heute sind diese sogenannten flaumlosen Pfirsiche überall bekannt als Nektarinen.

Mein Papa hatte die NZZ abonniert, diese wurde nachher so zerschnitten, dass man sie am stillen Örtchen brauchen konnte. Auch das war eine unserer Aufgaben, auch Schuhe putzen, dazu gab es einen Schuhputzkasten welcher alle Bürsten enthielt die man dazu brauchte inklusive der diversen Schuhwichsen.

Ich durfte mit meiner jüngeren Schwester manchmal in die Ferien zu Grossvater, Tante Anna und Onkel Huldreich ins Toggenburg. Grossvater war selbständiger Bürstenmacher. Hier galten dieselben Verhaltensregeln bei Tisch. Nur etwas war anders als bei uns zu Hause, Grossvater, Tante und Onkel assen den Mais Riebel oder die Rösti aus einem Gefäss/Topf der mitten auf dem Tisch stand nur für die Suppe gab es Chacheli. Machte die Tante mal eine Wähe (Fruchtkuchen) brachte man diese zum Backen dem Dorf Beck. Denn in Tantes Küche gab es keinen Backofen.

Grossvater fertigte alle Typen von Bürsten, Besen und Handwischer selber an. Nur die Holzgriffe liess er sich von einem Schreiner zuschneiden. Manchmal durfte ich ihm bei einfachen Arbeiten zusehen und auch mithelfen. z.B. die Löcher für die Borsten in das Holz bohren.

Grossvater hatte auch einen grossen Garten mit viel Beerensträucher. Ich hab nur einmal versucht eine Beere von einem Strauch zu lösen und in den Mund zu stecken. Der Pfiff von Grossvater aus der Werkstatt erklang bevor ich die Beere im Mund hatte. Blitzartig musste ich zu ihm in die Werkstatt und dort wurde ich belehrt dass man nicht einfach so etwas nimmt ohne zu fragen!

Einmal entdeckte ich in einer Dachkammer ein primitives Blech-Gewehr. Auf der Seite war ein kleiner Hebel, wenn man den drehte entstand ein ratterndes Geräusch. Ich rannte in Grossvaters Werkstatt richtete das Gewehr auf ihn und drehte an besagtem Hebel. Es geschah blitzartig und ohne Vorankündigung aber die Ohrfeige sass. Dann sah mich Grossvater streng an und belehrte mich, dass man nie, wenn auch nur im Spiel, ein Gewehr auf einen Menschen richtet. Das blieb mir eine Lehre beim Jungschützenkurs wie später in der Rekrutenschule.

Dank seines Geschäftes bekam Grossvater oft Pakete per Post und versandte auch solche. Aus Spargründen gab es in der Werkstatt einen Nagel an dem wurden die Schnüre welche ankommenden Pakete umfingen ordentlich aufgehängt. Man brauchte sie ja wieder für abgehende Pakete. Das Packpapier der Ankommenden Pakete wurde ebenfalls sorgfältig zusammengefaltet und an einem festgelegten Platz aufbewahrt für weiteren Gebrauch.

In solchen Ferien kam es auch vor, dass man für die Tante etwas einkaufen musste. Die Tante gab dann jeweils ganz genaue Anweisungen und zwar durfte man nie vergessen zu erwähnen für wen man einkaufen musste. (Weil wir selber im Dorf ja nicht bekannt waren)

Was in Grossvaters Dorf noch immer Mode war, dass der Milchmann am morgen früh mit seinem Einachser-Wagen die Milch austrug. Das Kesseli dazu stand immer schon am Abend vorher vor der Haustüre inkl. dem Milchbüchlein in das die gelieferte Menge eingetragen wurde. Es gab auch noch diverse Hausierer welche von Zeit zu Zeit anklopften.

Als ich letzthin einige Fotos meiner Vorfahren und Familie wieder einmal sichtete, erinnerte ich mich, dass ich meinen Grossvater gar nie lachen gesehen habe, er schaute immer sehr streng in die Welt.

Ein andermal durfte ich, es war Krieg, bei einer Tante im Glarner Land Ferientage verbringen. Der Onkel war im Militärdienst, meine Tante hatte noch kleine Kinder. Um die Familie zu versorgen hatte sie einen mittelgrossen Gartenblätz ausserhalb des Dorfes. Zu jener Zeit gab es fast keine privaten Autos auf den Strassen, dafür umso mehr Pferdefuhrwerke. Diese Pferde liessen von Zeit zu Zeit richtig grosse Verdaungshaufen liegen. Meine Aufgabe war in diesen Ferien mit dem Leiterwagen und einer Seifen-Kiste darauf im ganzen Dorf die noch vorhandenen Rückstände der Pferdefuhrwerke einzusammeln. Sobald die Kiste auf dem Leiterwagen voll war brachte ich den gesuchten Dünger auf den Pflanzblätz meiner Tante. Es war schlussendlich ein ganz ansehnlicher Haufen der da zusammenkam bis zum Ende meiner Ferientage.

Bei der Eisenbahn (SBB-CFF-FFS) gab es 3 Klassen, die Billigste, die dritte Klasse hatte nur Holzbänke. Und in dieser Klasse fuhren die normalen Bürger. Bei allen Klassen konnte man die Fenster noch öffnen. Eine Klimatisierung war nicht vorhanden, denn man kannte dieses System noch nicht. Die Kondukteure kontrollierten die Fahrscheine und knipsten ein Loch in diese. Während des Krieges wurden die Züge im Winter nur wenig oder gar nicht geheizt. Die Einstiege in die Wagen befanden sich an beiden Enden. Der Übergang von einem Wagon zum anderen geschah in der freien Luft, darum hatten auch viele Passagiere Furcht um während der Fahrt von einem Wagons zum anderen zu wechseln. Was es in allen Klassen gab waren Raucher & Nichtraucher Abteile. In Schnellzügen z.B. über den Gotthard musste man einen sogenannten Schnellzug Zuschlag bezahlen. Und nicht vergessen die WCs aller SBB Wagons hatten Plumpsklos.

Ich besucht in Uster, wo ich in eine 4-jährige Kleinmechaniker-Lehre absolvierte, selbstverständlich auch die Berufsschule. Im zweiten Lehrjahr wurde ein freiwilliger Englischkurs ausgeschrieben und ich meldete mich spontan an. Der Lehrer welcher uns diese Sprache beibringen sollte war ein Sekundarlehrer des Ortes. Mitten in diesem Kurs der übrigens erst abends stattfand, brachte der Lehrer einen etwas komisch aussehenden Koffer mit sich. Als er diesem den Deckel abnahm konnte man zwei grosse Spulen sehen, es war ein Musik-und Sprachaufnahme Gerät. Auf den Spulen war ein Stahl-Draht aufgewickelt, auf diesem wurden magnetisch Töne registriert welche man via ein Mikrofon aufnahm. Nun musste jeder Kursteilnehmer einen speziellen englischen Satz in das Mikrofon sprechen. Das war das erste Mal dass ich meine eigene Stimme vernahm.

Vor und während der Kriegsjahre gab es nur einen Informationsdienst neben der gedruckten Presse, das war das Radio. Für die Deutschschweiz hiess der Sender Beromünster, weil an diesem Ort die Sende-Antenne stand. Weil Krieg war wurden selbstverständlich immer die neuesten Nachrichten damit verbreitet. Für die welsche Schweiz gab es den Sender Sottens und für den Tessin Radio Monte Ceneri.

Eine der Abendunterhaltungen waren die diversen Hörspiele „Polizist Wäckerli“, „Bäckerei Zürrer“ etc. da sass dann die ganze Familie und lauschte dem Radio. Im Tessin hatten wir sehr schlechten Empfang des Senders Beromünster. Als dann mein Vater ein Telefon installieren liess, wurde es besser weil man dann den Telefonrundspruch benutzen konnte. Dieser brachte das Radioprogramm störungsfrei ins Haus, welch eine Wohltat. Übrigens zu jener Zeit hatte noch lange nicht jeder Haushalt ein Telefon. Wer telefonieren wollte ging ins Postbureau oder zur Telefonkabine, wenn überhaupt eine im Dorf vorhanden war oder zu Nachbarn.

Tätigkeiten nach Feierabend waren etwas anders als heute, denn das Fernsehen kam erst später. (Ich sah es das erste Mal ca. 1953 an der BEA Ausstellung in Bern als ich dort einen Wiederholungskurs des Militärs absolvierte.) Man war in Vereinen engagiert, man hatte einen Garten der besorgt sein wollte. Basteln, Musizieren, Turnen, Spielen, Schwimmen und nicht zu vergessen es gab noch das Kino etc.

Im Kanton Zürich durfte man erst ab dem 18ten Altersjahr frei ins Kino. Es gab zwar Ausnahme Filme die durfte man ab 16 Jahren besuchen. Für Fr. 1.10 konnte man ein Billet für die Stierkämpferloge erhalten. (Diese Sitze waren zu vorderst, der Nacken schmerzte jeweils nach der Vorführung.) Die gezeigten Filme waren so kurz nach dem Krieg vorwiegend aus USA, England, Frankreich, Italien später dann auch aus Deutschland und Österreich. Die Filme aus USA, England, Frankreich und Italien kamen in den Originalversionen mit deutschen Untertiteln. Auf diese Weise lernte man gleich noch einige Fremdwörter.

Es gab gegen Ende des Krieges einen Radiosender der Amerikaner der hiess AFN Berlin (American Forces Network), der brachte den Jazz nach Europa. Wir waren Feuer und Flamme. Bald kamen auch 78 Touren Schallplatten mit dieser Musik aus den USA. Nur mit unseren mageren Löhnen konnten wir uns diese nicht leisten, ganz zu schweigen dass man noch einen Plattenspieler brauchte, einen zum Aufziehen. Die gab es als tragbare Modelle.

Etwas gab es auch noch nicht, den tragbaren Radio, denn der Transistor war noch nicht erfunden, resp. Industriereif. Einer der ersten tragbaren Transistor Radios erstand ich nach meiner Rückkehr aus Südafrika 1958/59. Er wurde mit 4 LR20 Batterien betrieben. Mit einer speziellen Aufhängung konnte ich ihn auch in meinem VW-Käfer unter dem Armaturenbrett einschieben und es musste noch eine Aussenantenne angebracht werden.

In der Mitte der 50er Jahren kamen sogar amerikanische Jazz Bands in die Schweiz. Ich erinnere mich gut wie lange ich gespart habe um ein Ticket für ein Konzert mit Count Basie und später mit Louis Armstrong im Zürcher Kongresshaus zu besuchen. Die inzwischen schon bald wieder vergessenen Grössen wie Benny Goodman, Duke Ellington, Artie Shaw, Jimmy Dorsey, Gene Krupa, Lionel Hampton, Sidney Bechet und natürlich nicht zu vergessen Glen Miller waren unsere musikalischen Helden.

Als ich die Rekrutenschule als Gerätemechaniker in der Kaserne Bern absolvierte. Konnte man als Soldat zur Halben Taxe mit dem ÖV fahren. Nur hatte ich Pech mit dem damaligen Fahrplan war es mir nicht einmal in den zwei längeren Urlaube möglich zu meinen Eltern im Tessin zu fahren. Der Tages-Sold war zu jener Zeit (Sommer 1952) gerade mal Fr. 1.00 pro Tag plus noch irgendein Zuschlag der sicher nicht mehr als 2 Franken war.

Da ich während der ganzen Lehre bei einer Gastfamilie wohnen durfte bezahlte meine Eltern jeden Monat Fr. 180.00 für Kost und Logis, mein Vater verlangte dass ich mich jeden Monat mit der Hälfte meines Monatslohnes an diesen Kosten beteilige. Mein Stiften Lohn (1948 bis 1952) betrug im ersten Lehrjahr 0.10 Fr. pro Stunde, er erhöhte sich bis ins vierte Lehrjahr auf Fr. 0.25 pro Stunde. Plus irgend so eine Art Teuerungszuschlag der aber auch nur unbedeutend war.

Der erste Stundenlohn als Arbeiter war Fr. 2.00 pro Stunde bei einer Wochenarbeitszeit von 48 Stunden.

Später als ich in Zürich eine Stelle fand musste ich für ein Zimmer, ohne WC und Lavabo Fr. 80.00 / Monat bezahlen. Das Zimmer war „Sturmfrei“ und lag im Stadt-Zentrum. Das Baden und Douchen erledigte ich jeweils im Hallenbad.

Als ich von 1942 bis 1945 in einem Bündner Internat die Sekundarschule besuchte erhielten wir nur ein kleines Taschengeld, das machte uns erfinderisch. Zum Beispiel bastelten wir mit Karton und farbigem Papier, das konnte man als Schulmaterial zu Lasten von Papas Rechnung im internen Laden beziehen, ein ganzes Monopoly Spiel. Wir produzierten selber die diversen Geldscheine und malten das Spielbrett. Es spielten immer etwa die gleichen Schüler zusammen, wenn wir aus irgendeinem Grund nicht weiterspielen konnten, wurde das ganze Brett im Ist-Zustand auf einen Kasten geschoben um bei nächster Gelegenheit weiter zu spielen.

Während dieser Schulzeit im Internat lernte ich zum ersten Mal was Chewing-gum war, der Grund, nach Kriegsende durften viele Amerikanische GI’s Ferien in der Schweiz machen, die meisten wählten die Destination DAVOS. Die Züge mit diesen Soldaten fuhren jeweils um die Mittagszeit durchs Prättigau und wir standen am Bahnhof und winkten ihnen zu und schrieen „Chewinggum“. Dann ergatterten wir manchmal so einen Streifen Kaugummi.

Ich kannte damals (ab 1952 in Zürich) einige gleichaltrige Kollegen, wir trafen uns immer im gleichen Tea Room ARCULA am Limmatplatz. Dieses Etablissement wurde von einem lieben Ehepaar geführt, die beiden behandelten uns fast wie eigenen Jugendlichen. Wenn wir nichts vorhatten trafen wir uns da. Am Samstagabend entschieden wir jeweils was wir weiter Unternehmen wollten, es kam da Jassen, Kinobesuch, Pokerspiel oder ganz einfach der Limmat entlang spazieren gehen in Frage. Einer von uns war Student und hatte zu Hause einen „Sturmfreien“ Schlag. Dort konnten wir bis in die frühen Morgenstunden verweilen und es störte niemanden wenn wir dort Jassten oder Pokerten.

Kann sich noch jemand daran erinnern was die Soldaten der diversen Kriegsführenden Nationen für Spitznamen hatten?
Die Engländer nannte man TOMMY resp. TOMMIES
Die Amerikaner nannte man AMI’s oder GI’s oder YANK‘s
Die Deutschen nannte man JERRY oder KRAUTS
Die Franzosen nannte man POILU
Die Australier nannte man AUSSIE‘S
Die Neuseeländer nannte man KIWI’S
In diesem Zusammenhang, die Benzinkanister, welche unsere Armee auch heute noch braucht kamen ja auch mit den Amerikaner und deren JEEP nach Europa, sie wurden JERRYCAN bezeichnet.

Frage, wer mag sich noch daran erinnern wie die Autos beim gangschalten gekratzt haben, vor allem beim hinunterschalten, dies weil die Getriebe noch nicht synchronisiert waren. Dann gab es zu jedem Auto eine Kurbel welche zwei Anwendungen diente. Als Hilfe um das Auto mit dem Wagenheber zu heben, z.B. um ein Rad mit plattem Reifen zu wechseln. Oder, die zweite Anwendung, man brauchte die Kurbel um den Motor anzuwerfen, falls mal die Batterie nicht mehr genügend Saft hatte um den Motor zu starten. Das war etwas tricky, denn es war möglich dass der Motor zurückschlug = Verletzungsgefahr. Das Starten des Automotors mit dieser Kurbel war vor dem zweiten Weltkrieg noch öfters zu sehen, bei Fahrzeugen die noch keinen elektrischen Anlasser hatten.

In den früheren Jahren, im Winter, waren nicht unbedingt alle Räume eines Hauses oder Wohnung beheizt, vor allem die Schlafzimmer waren meist sehr kühl. Dafür sorgte man mit diversen Mittel wenigstens das Bett etwas vorzuheizen, z.B. mit Chriesisäck, das waren Stoffsäcke gefüllt mit Kirschenkernen die man während des Tages ins Ofenrohr steckte oder sonst aufheizte. (gerade jetzt aktuell)

Kurz nach dem 2. Weltkrieg kamen die ersten Kugelschreiber auf den hiesigen Markt, es gab dabei auch manchmal Tintenflecken auf Hemden wenn so ein Ding nicht ganz dicht war. Was tatsächlich vorkam.

Während und kurz nach dem Krieg gab es in den meisten Familien, resp. Wohnungen noch keine Kühlschränke oder Waschmaschinen. Ich habe in jener Zeit nur einen Kühlschrank gesehen bei einer Familie in Zürich, der wirkte nur kühlend wenn in gewissen Abständen das Brauereifahrzeug welches Stangeneis für die Bierkühlung den Restaurants verteilte, vorbeikam. Dann wurde eine Eisstange mit den Massen 10x10x50 cm in ein spezielles Kühlschrankfach geschoben.

Viele Familien sterilisierten früher Früchte und Gemüse zur Aufbewahrung über längere Zeit in sogenannten Einmachgläser. Auf diese Weise sorgte man vor für den Winter.

Thedy

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Was war früher anders ? 30 Jun 2018 16:52 #2

lieber thedy
da hast du mich aber an so manches erinnert, wie es halt früher gang und gäbe war. vielen dank für deinen so aufwendig geschriebenen beitrag!
ja, und die einmachgläser standen bei uns mit der confiture auf dem kleiderschrank der eltern. und das war kein spielzimmer.
danke für die schmunzelmomente und einen schönen sonntag.

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Was war früher anders ? 30 Jun 2018 16:54 #3

Erfrischend ! Manches davon habe ich auch noch mitbekommen, was so ab der 50er Jahre passierte :)

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