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THEMA: Car-Reise nach Apulien 2007

Car-Reise nach Apulien 2007 27 Mai 2019 14:17 #1

Car-Reise nach Apulien

28. September – 6. Oktober 2007

Diese Car-Reise ging von Zürich über Luzern, wo noch die Reiseteilnehmer von Bern, Basel und Olten hinzustiegen zum Gotthardtunnel. Mit einem Halt für den Chauffeur (obligatorisch) fuhren wir weiter nach Chiasso, Mailand, dann via Autostrada del Sole kamen wir gegen Abend an unser Ziel in Chianciano Terme. Es war eine sehr schöne ruhige Fahrt durch die herbstlichen Landschaften des Tessins und den Apennin.

Das Hotel Milano in Chianciano Terme lag mitten im Kurort selbst. Wir bekamen ein gutes Abendessen und schliefen ganz gut.

Bei dieser Fahrt durch den Apennin erinnerte ich mich wieder, dass ich dieselbe Strecke schon im Oktober 1959 mit einer Bekannten gefahren bin. Nur mit dem Unterschied, dass es damals noch gar keine Autobahn durch den Apennin gab. Von Bologna bis Rom gab es noch keine Schnellstrasse.
Weil wir hungrig waren kehrten wir in einer Trattoria ein. Es war schon früher Nachmittag und ich erkundigte mich bei der Besitzerin ob die Küche noch warm sei. Sie entschuldigte sich zuerst, dass ihre Speisekarte nicht mehr ajour sei, denn sie hätte gerade eine Hochzeitsgesellschaft mit ungefähr 50 Gästen verabschiedet und diese hätten Ihre vorhandenen Speisen fast komplett aufgegessen. Aber sie werde sich Mühe geben, dass wir noch unseren Hunger stillen könnten. Und so kamen wir trotzdem noch zu einem wunderbaren Mittagessen.

Apulien


Strasse in Chieti

Am Morgen ging es in Chianciano Terme zeitig weiter Richtung Süden, vorbei am hoch auf einem Tufffelsen thronenden Orvieto umfuhren wir Rom grossräumig um über die Abruzzen nach Chieti zu gelangen. Von Chieti, das in der Höhe liegt konnte man schon die Adria sehen.
In diesen älteren Ort machten wir unseren Mittagshalt, jedermann konnte sich da verpflegen wo er/sie wollte. Wir zogen es vor etwas durch den Ort zu schlendern, die alten Häuser wie man sie oft im Süden findet, einige wenige restauriert, wieder andere an denen der Zahn der Zeit schon lange nagt, zu beaugapfeln.


Sicht vom Hotel auf Torre Canne

Anschliessend ging es hinunter zur Autostrada, welche der Adria entlang nach Süden führt.
Wir erreichten unser Hotel in Torre Canne gegen Abend, das Hotel del Levante lag direkt am Meeresstrand. Das Wetter war den ganzen Tag über herrlich sonnig, genau was wir brauchten.

Torre Canne liegt gleich neben dem Ort Fasano. Wir bekamen ein schönes Zimmer mit Blick aufs Meer.


Alberobello




Die bekannten Trulli



Am folgenden Tag machten wir einen Ausflug nach Alberobello, die Stadt mit den meisten Trulli’s, diese auf spezielle Art gebauten Häuschen die alleine oder aneinander gebaut einen grossen Teil der Stadt ausmachen und Touristen von überallher anziehen.


Jahrmarkt in Alberobello

Wir hatten genügend Zeit nach einer Führung uns die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Dabei gerieten wir noch mitten in einen Jahrmarkt mit allem was dazu gehört.



Nach dem Besuch dieser Stadt, führte man uns noch zu einer kleineren Ölmühle wo Olivenöl, das in dieser Gegend zu einem der Hauptprodukte gehört, gepresst wird. Man erzählte uns einiges über den Oliven Anbau und deren Verwertung. zB. Oliven werden samt den Kernen gemahlen, bevor sie gepresst werden. Ca, 7 Kg Oliven ergeben 1 Liter Öl. Pro Baum ergibt die Lese ca. 30 – 35 Kg. Oliven alle 2 Jahre. Jedes zweite Jahr wir der Baum geschnitten. In dieser Gegend werden die Oliven von Hand gepflückt. Um ein gutes kalt gepresstes Vergine Öl zu erhalten, spielen diverse Faktoren eine grosse Rolle, der Reifegrad, der Säuregehalt und was sehr wichtig scheint, beim malen und pressen darf die Temperatur nicht wärmer als 28 Grad Celsius sein.

Auf dem Retourweg zu unserem Hotel machten wir noch dem Ort Ostuni einen kurzen Besuch. Ein Städtchen mit viele verwinkelten Gassen und malerischen Ecken.


Diverse Ecken in Ostuni









Am nächsten Tag fuhren wir Richtung Süden und besuchen zuerst Lecce, den Hauptort dieser Region. Wir besuchten diverse Plätze mit schönen alten Kathedralen oder anderen Gebäuden mit schönen Ornamenten. Mitten in der Stadt sind auch noch die Reste eines alten römischen Theaters erhalten. Eine Schülerdemo kam uns auch noch in die Quere.


Impressionen aus Lecce









Ende erster Teil
Thedy

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Letzte Änderung: von Thedy.

Car-Reise nach Apulien 2007 27 Mai 2019 14:44 #2

Car-Reise nach Apulien Vortsetzung

28. September – 6. Oktober 2007

In Leuca wurde ein Mittagessen organisiert, denn um diese Jahreszeit sind die meisten Restaurants und Hotels in der Region schon geschlossen. Man hatte also keine grosse Auswahl.


Der Ort Leuca



Anschliessend hatte man noch Zeit sich etwas die Beine zu vertreten vor der Weiterfahrt nach Capo Santa Maria di Leuca.


Santa Maria di Leuca



Nachher ging es zum östlichsten Ort von Italien der Stadt Otranto. Hier hatten wir auch Zeit das kleine herzige Städtchen am Meer zu besichtigen.


Otranto



Den Ausflug der am nächsten Tag vorgesehen war nach Matera und Grotte di Castellana machten wir nicht mit. Wir zogen es vor einen Tag ohne Carfahren zu verbringen und schlenderten nach dem Frühstück zum Ort Torre Canne, ein cirka ½ h Marsch in der prallen Sonne.
Zum Mittag entdeckten wir, nicht weit vom Hotel, ein ganz kleines Restaurant. Es machte einen sauberen Eindruck. Dort genossen wir ein sehr gut zubereitetes Essen und einen vorzüglichen Tropfen aus der Region.

Am morgen des 3. Oktober verliessen wir das Hotel del Levante um uns wieder nordwärts zu wenden, das nächste Ziel war der Ort Vieste am Zipfel des Stiefelsporns. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Burg „Castel del Monte“ die Kaiser Friedrich II erbauen liess. (gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe) Diese Burg liegt auf einem Hügel mit einer einmaligen Rundsicht, ein sehr spezieller Bau.


Castel del Monte




Gargano (der Sporn)

Bis wir in Vieste ankamen, konnten wir am Weg die Schäden welche die verheerenden Waldbrände ungefähr 2 Monaten früher angerichtet hatten. Ganze Bergflanken wurden da kahl gebrannt.


Auf dem Weg zum Gargano







Das Hotel Magnolia etwas ausserhalb von Vieste war nicht gerade das gelbe vom Ei, aber auch hier, die offenen Hotels sind rar, da die Saison vorbei ist.


Vieste vom Meer aus


Der Pizzo Munno

Am anderen Morgen machten wir eine Bootsfahrt entlang der südlichen Steilküste des Garganos entlang, so heisst der Sporn nämlich. Es war eindrucksvoll die vielen Ergebnisse der Erosion oder die Auswaschungen des Meeres am hier vorherrschenden Tuffstein der Felsklippen zu sehen.







Der anschliessende Stadtrundgang bot nichts besonderes. Also machten wir uns zu Fuss auf den Retourmarsch zum Hotel, es war strahlendes Wetter und ziemlich heiss.

Am zweitletzten Tag ging’s vorerst noch um den Gargano herum zur Autostrada die uns dann nordwärts führte bis zum unserem letzten Hotel in Riccione. Das war nebenbei das mieseste Hotel das wir auf der ganzen Reise hatten.

Über Bologna – Mailand kamen wir dann wieder zurück in die Schweiz, in Luzern verabschiedeten wir uns, um mit dem Zug der SOB direkt ins Toggenburg zu gelangen.

Thedy

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