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THEMA: HaKo's Reisetagebuch

HaKo's Reisetagebuch 09 Apr 2015 17:52 #1

Unter diesem Titel erlaube ich mir in loser Folge Erlebnisse aus meiner Reisewelt zu erzählen. Von vergangenen Abenteuern in der Wüste Sahara bis hin zum unscheinbaren Tagesausflug. Es soll ein bunter Strauss von Geschichten entstehen, gespickt mit persönlichen Erlebnissen, angereichert mit Informationen.
Velotour Arles-Barcelona 2014: auf den Spuren van Goghs

Eine Radfernfahrt von über achthunder Kilometern will gut vorbereitet sein. Das Studium der Route und deren Festlegung fällt in den Zuständigkeitsbereich von Laurent. Ein langjähriger Freund unserer Familie. Wir sind ein gut eingespieltes Team, denn wir haben schon viele Ski- und Velotouren in ganz Europa unternommen. Ich bin für die Kultur zuständig. Diese gehört zu unseren Velotouren, wie das Amen in der Kirche. Sobald die Route grossen Modus festgelegt ist, beginne ich zu googeln. Manchmal verläuft das Prozedere in Umgekehrter Richtung. Immer entsteht aber eine Kulturfahrt auf zwei Rädern mit Pedalen.


Das Amphitheater wurde um das Jahr 90 nach Christus erbaut. Ganz neu und noch relativ wenig bekannt ist das Museum der Fondation Vincent van Gogh.


Das Museum wurde am 7. April 2014 eröffnet, hat eine besondere Geschichte und ist stark mit Basel verbunden. Bitte liebe Berner/Innen, jetzt nicht aufhören zu lesen.
Van Gogh und Arles ist keine Liebesgeschichte. Er blieb 444 Tage in Arles. Seine Palette glühte auf. Hier schuf er den farbigsten, strahlendsten Teil seines Werks: die Sonnenblumen, die blühenden Obstgärten und die «Sternennacht über der Rhône»; das «Gelbe Haus», das «Nachtcafé» und die «Caféterrasse am Abend»; Ansichten des Pont Langlois, der Alyscamps-Nekropole, des Fischerdorfes Saintes-Maries-de-la-Mer; Allegorien wie die Sämanns-Bilder, hintersinnige Stillleben wie «Vincents Stuhl» und «Gauguins Sessel», Porträts wie «La Berceuse», «La Mousmé» und «Le Zouave», die Selbstbildnisse mit verbundenem Ohr nicht zu vergessen.
Doch keines der rund 200 Gemälde sowie 100 Zeichnungen und Aquarelle ist heute noch in Arles. Man kann das eine Form von höherer Gerechtigkeit nennen, fand der Maler – in seinen luziden Momenten – die Stadt doch dreckig und ihre Einwohner faul und geldgeil. Die Kinder hänselten den rothaarigen Sonderling, die Erwachsenen tippten sich, wenn sie ihm auf der Strasse begegneten, vielsagend an die Schläfe oder gafften ihm gar durchs Fenster ins Atelier. Ein Jahr nach seiner Ankunft führte eine Petition von dreissig Nachbarn zur Zwangsinternierung des Mieters der «Maison jaune». Die Krise, während deren sich der geistig zerrüttete Maler einen Teil des linken Ohrs abgetrennt hatte, lag da schon zwei Monate zurück. Bis zu seiner Überweisung in die Irrenanstalt von Saint-Rémy-de-Provence im Mai 1889 sollte er das Spital von Arles kaum mehr verlassen.
Anderseits war, wie Steven Naifeh und Gregory White Smith in ihrer Standardbiografie schreiben, van Goghs Bildschaffen während dieser 444 Tage «das produktivste, überzeugendste und letztlich entscheidendste seiner Laufbahn». Daran musste vor Ort einfach erinnert werden. Ein Verein unter der Leitung von Yolande Clergue, der rührigen Gattin des Fotografen und Gründers der Rencontres d'Arles, Lucien Clergue, hatte seit 1988 ambitionierte Ausstellungen organisiert. Doch streckte vor ein paar Jahren der Fiskus seine Krallen nach ihm aus – das Ende drohte. Rettung kam in Gestalt der beiden guten Feen von Arles, eines Enkels und einer Grossenkelin in der Schweiz. Schon der Verein, aus dem die Fondation hervorgegangen ist, förderte die Auseinandersetzung lebender Künstler mit van Goghs Werk. Damit machte er aus der Not eine Tugend, waren Originale doch zunehmend schwer zu haben. Heute ist das etwas anders: Wohl auch dank der Finanzkraft der Hoffmanns konnte mit dem Van-Gogh-Museum in Amsterdam ein Fünfjahresvertrag geschlossen werden, der neben dem Verleih von Gemälden und Zeichnungen für die je übliche Dauer von fünf bzw. drei Monaten auch die ganzjährige Entsendung eines einzelnen Bildes vorsieht, heuer das «Selbstporträt mit Strohhut und Pfeife». Van Gogh ist also wieder in Arles, dauerhaft. (Auszüge aus einem Artikel der NZZ vom 29.4. 2014)


Autoportrait à la pipe et au chapeau 1888


Tête d'homme à la pipe 1884-85


Le Zouave 1888

Ich beschränke mich beim Besuch auf die Leihgaben vom Van-Gogh-Museum in Amsterdam. Mich interessieren die Originale des grossen Meisters. Morgens um 10'00h ist der Andrang noch nicht gross. Kaum ein Dutzend Leute warten vor der Eingangstüre. Ungestört kann ich die Bilder des grossen Meisters in den modern konzipierten Ausstellungsräume betrachten. Zum ersten mal in meinem Leben stehe, beziehungsweise sitze ich hautnah vor echten Van Gogh's. Ein wahrer Glücksmoment und eine grosse Bereicherung.


Nature morte aux fleurs sauvages et oeillets 1887


La maison jaune (La rue) 1888


Skizzen

Szenenwechsel, aber nicht das Thema. In drei Räumen interpretiert Thomas Hirschhorn van Gogh aus der Sicht eines japanischen van-Gogh-Fans.


Drei Räume voller Fanartikel, Bilder, Briefe, Gedichte – alle von oder über Van Gogh


Alufolie en masse, braunes Klebeband am Meter - staunen und lächeln, zum Nachdenken regt das Kunterbund an


viel Text und viele Bilder. Macht Sinn, meint Dania Sulzer eine Kennerin der Szene, denn viel beachtet wird das Werk und das Leben van Goghs insbesondere auch in Asien, wo er unglaublich populär ist.


Ich bin halt kein Japaner und habe darum meine liebe Mühe mit der Installation. Sie ist gewöhnungs- und erklärungsbedürftig. Der Gegensatz zur Van Gogh-Ausstellung könnte nicht grösser sein. Hirschhorn thematisiert und kritisiert die totale Verkommerzialisierung der Kunst. Speziell mit Bezug zu Van Gogh.


Oben auf der Terrasse vom Museum können wir unsere Gedanken ordnen und geniessen den Blick über die Dächer von Arles.

Nach diesem eindrücklichen Kulturvormittag beginnt unsere Velotour. St. Gilles liegt 20 Kilometer von Arles entfernt. Dort wartet bereits das nächste kulturelle Erlebnis auf uns.


Wir besuchen die Abteikirche Saint-Gilles, ein Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist bekannt für die besonders reich und kunstvoll gestaltete Fassade mit den drei Portalen. Es werden biblische Ereignisse dargestellt. Sie gehört zu den bedeutensten künstlerischen Kostbarkeiten Südfrankreichs und liegt an der Via Tolosana, einem der vier französischen Hauptabschnitten des Jakobswegs nach Santiago de Compostela.


Die Jugend erhält Kunstunterricht vor Ort.


Verkündigung der Leugnung Petri


Oben: Weltgericht - Unten links:Fusswaschung Petri - Anschliessend: Abendmahl


Oben:Die Anbetung Jesu - Unten:Einzug Jesu in Jerusalem
Die Fassade ist vom Zerfall bedroht. Wertvolles Kulturgut könnte hier verloren gehen, wenn nicht bald entsprechende Massnahmen eingeleitet werden. Der saure Regen nagt unerbittlich am Sandstein.


Das Schiff der Abteikirche wurde bereits stilgerecht restauriert


Unsere Fahrt geht weiter. Auf ruhigen Radwegen quer durch die kleine Camarque. Ausser einem Biber, der bei seiner Strassenüberquerung mich zu einem Notstopp zwingt, gibt es nichts aussergewöhnliches zu berichten. Beinahme wäre ich in einem trüben Bewässerungskanal gelandet.


Der Turm von Carbonnière stammt aus dem Jahre 1346. Er war der letzte militärische Vorposten der Stadt Aigues-Mortes eine bedeutende Handelsstadt.


Seine Besteigung lohnt sich. Die Rundsicht auf die kleine Camarque ist eindrücklich.


Die Fernsicht ist imposant


Louis IX (Ludwig IX der Heilige) gründete 1248 Aigues-Mortes(Totes Wasser) um sich den Zugang zum Mittelmeer zu sichern.
Hauptsehenswürdigkeiten von Aigues-Mortes sind die vollständig erhaltene Stadtmauer, die Altstadt und die Tour de Constance. Der Turm diente zur Zeit der Hugenottenkriege als Gefängnis für Frauen. Die durch ihre lange Gefängnisstrafe bekannt gewordene Marie Durand war hier 38 Jahre lang eingekerkert, da sie ihrem protestantischen Glauben nicht abschwor.
Bemerkenswert :1893 kam es in den Salinen - die heute noch betrieben werden - zu schnell eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen Ortsansässigen und italienischen Wanderarbeitern, die zu einem Massaker an den Italienern führten. Nach einer offiziellen Bilanz gab es 8 Tote und 50 Verletzte, während italienische Berichte von 50 Toten und 150 Schwerverletzten sprechen. Kommt uns doch irgendwie bekannt vor, auch wenn wir im 21. Jahrhundert nicht mehr so schnell zum Säbel greifen.



Heute herrscht eine friedliche Stimmung in der Stadt. Einladende Strassencafés und Restaurant dominieren das Strassenbild. Souvenirläden und Boutiquen laden zum flanieren ein. Ansehen schon, kaufen nein.
Das Nachtessen zelebrieren wir ganz nach französischer Art. Zwei Stunden benötigen wir regelmässig.


Gaukler sorgen für Spektakel und erhalten dafür einen Obolus



Der obligate Verdauungsspaziergang durch die Romantische Altstadt darf nicht fehlen. Dann ist Nachtruhe angesagt. "Für e gsunde, tüüfe Schlof" sorgen die Tagesereignisse und der feine französische Rotwein. Viva la France!

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Letzte Änderung: von Hako.

HaKo's Reisetagebuch 09 Apr 2015 20:12 #2

ich finde diese Idee sozusagen vorbildlich !


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter

HaKo's Reisetagebuch 11 Apr 2015 10:08 #3

Super idée ! Très intéressant reportage !
Tolle Idee ! Sehr interessanter Bericht !

Cordialement.
Mit freundlichen Grüssen

Jean-Pierre

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Cordialement.
Mit freundlichen Grüssen

Jean-Pierre

HaKo's Reisetagebuch 08 Jul 2015 21:56 #4

Meine Erlebnisreise zum Nordkap und den Lofoten


Eine Collage zum gluschtig mache!



Zeitaufwendige Vorbereitungen mit viel Vorfreuden
Vorab sei festgehalten: Die Erlebnisreise hat' s in sich. Sie ist in jeder Beziehung aussergewöhnlich. Das fängt schon beim packen an. 17 Tage ist unsere Reisegruppe unterwegs. Nur ein einziges mal schlafen wir zwei Nächte im gleichen Hotel. Dazu kommt, dass die Koffer bei den nächtlichen Überfahrten mit den Schiffsfähren im Bus bleiben. Dieser ist aus Sicherheitsgründen nach dem Einchecken nicht mehr erreichbar. Toilettenartikel und Ersatzwäsche müssen separat mitgenommen werden. Logistik ist gefragt.
Mein Packmotto: Der Reisekoffer ist gleichzeitig auch mein Kleiderschrank. Konkret: Alle kleineren Kleidungsstücke, wie Socken,Unterleibchen,Nastücher etc. werden für sich alleine in einen reissfesten, durchsichtigen Tiefkühlsack gestopft. Sie sind quasi meine Schubladen. Damit ist eine tipp-toppe Ordnung im voll gepackten Koffer, in dem sowohl Sommer-, wie auch Herbstkleider platz finden müssen, garantiert. Die Temperatur kann zwischen 8 und 25 Grad schwanken. Zudem ist besonders auf den Nachtfähren mit kühlen Winden zu rechnen. Summa sumarum: Zwiebellook mitnehmen, gut gepackt erspart ein "Gnosch" im Koffer und Ärger.


Der Sitzplatz im doppelstöckigen Reisebus ist für mich als fanatischer Fotograf von zentraler Bedeutung. Ein Fensterplatz mit guter Sicht nach vorne und hinten muss es sein. Darum haben Erna und ich die Reise sehr früh gebucht. Ja, wir sind sogar zu einem Probesitzen nach Horw gefahren, um auf Nummer sicher zu gehen. Die Reihe C auf der rechten Seite in Fahrtrichtung ist perfekt, habe ich doch zu Hause vorgängig die ganze Strecke mit Google map "abgefahren". Dabei ist mir wichtig, dass wir entlang der wichtigsten Fjorde den Blick auf das Wasser haben.


Das Probeessen Ende März ,wiederum in Horw - ein perfekt gekochter Risotto mit Steinpilzen - fällt nach unserem Gusto aus. Auch auf die Halteorte vom Mittagstisch, eine Spezialität vom Carunternehmer ,legen wir grossen Wert. Ihr werdet erfahren, da hat es ausgesprochen idyllische Rastplätze darunter. Zur Information: Erna besucht monatlich meine 102 jährige Schwiegermutter in Luzern. Bei dieser Gelegenheit machten wir die Abstecher (Probesitzen und Infoveranstaltung mit Essen)zum Reiseveranstalter. Ist also alles halb so wild, wie es aussehen mag!
Es gehört seit jeher zu meinen Gepflogenheiten,dass ich Übernachtungsorte auf ihre Sehenswürdigkeiten überprüfe. Googeln ist angesagt.
Die Adressen der Hotels speichere ich in meinem Garmin GPS (Oregon450). Sollte ich mich auf meinen privaten Erkundigungen in den Grossstädten verirren, kann ich die Adresse aufrufen und mein GPS zeigt mir den Weg zum Hotel zurück. Ungemein bruhigend, verliere ich mich als Bergmensch, zwischen den Gipfeln "eingeklemmt" doch oft im Strassenwirrwar der Grossstädte. Ich liebe "Hintergässli und -höfe" weit mehr als internationale Einkaufsstrassen. Die kann ich auch in St.Moritz sehen.
So erstelle ich meinen persönlichen Reiseführer. Für die siebzehntägige Reise ergibt dies ein ansehnlicher "Katalog" von über 20 Seiten. Der Aufwand, bei dem auch viel Vorfreude mit im Spiel ist, hat sich gelohnt. Soviel sei jetzt schon verraten. Es kann losgehen zur grossen Erlebnisreise durch die Skandinavischen Länden mit dem Nordkap und den Lofoten als Höhepunkt.
Bis bald HaKo

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HaKo's Reisetagebuch 08 Jul 2015 22:30 #5

HaKo wir wünschen Euch viel Schönes und viel Genuss. Schade werdet Ihr nach dem Heimkommen finden, dass Ihr nicht mehr Zeit habt für diese Reise.
Söpheli und ich haben das schon drei Mal gemacht, immer äs Bitzeli andere Routen und immer mit dem Wohnwagen am Haken. Aber wir planten jedes Mal für 8 Wochen von zu hause bis wieder dorthin zurück.

Grüsst von uns die Lofoten, das Paradies des hohen Nordens, wie wir finden.

Eine lustige Begegnung hatten wir auf dem Campingplatz bei Honigsvag. im nahe gelegenen Hotel fuhr ein Bus mit BE Nr vor. Ein rustikal gekleideter kleiner älterer und sehr bärtiger Mann stieg etwas verloren einsam aus dem Bus. Er wohnte als Bergbauer in unserem Nachbardorf Adelboden und meinte, er müsse sich halt äs bitzeli "gwänne". Seine Tochter habe ihm diese Reise zum 70. geschenkt, und nun müsse er das halt alles mitmachen.

Und jetzt freuen wir uns auf Eueren Reisebericht.

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Letzte Änderung: von Andreas.

HaKo's Reisetagebuch 09 Jul 2015 06:03 #6

Allegra Andreas,
Das mit der Zeit siehst Du natürlich völlig richtig. Es ist "nur" ein Schnuppern. Aber auch dies kann schön sein. salüds HaKo

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HaKo's Reisetagebuch 09 Jul 2015 17:55 #7

Meine Erlebnisreise zum Nordkap und den Lofoten
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Teil II Horw-Travemünde-Trelleborg



Um 02.45h meldet sich mein Handy. Tagwach! Von unserem Hotel in Luzern zum Einsteigeort am Inseliquai ist es nur ein Katzensprung. Trotzdem bestellen wir uns ein Taxi, denn Petrus hat die Schleussen voll geöffnet. Mit feuchten Kleidern zu reisen macht kein Spass. Schliesslich erwartet uns heute, am 16. Juni, eine Mammutsetappe von über 1000km. Viele von euch werden sagen:" Wie kann man nur?! "Gspunne sagt das Bündner Wappentier im Werbespot!?". Genau die gleichen Gedanken schwirren auch in meinem Kopf herum. "Da bist du ja schon todmüde, ehe die Reise richtig beginnt" siniere ich oder: "So lange im Car sitzen, eingeengt und kaum Bewegungsfreiheit". Schliesslich bin ich ein unerfahrener Busreisender. Es ist erst das zweite Mal, dass ich Ferien auf diese Art verbringe. Bisher war ich immer mit dem Bike unterwegs. Der Gegensatz könnte nicht grösser sein.
Trotz stockdunkler Nacht, dem Luzerner Regen, der den menschenleeren Luzerner Bahnhofplatz gespenstisch erscheinen lässt und skeptischen Gedanken besteige ich den Bus irgendwie erleichtert und erwartungsfroh. Endlich geht's los.
Der Car trifft pünktlich um 03.45h ein. Der Empfang ist freundlich und die Begrüssungsworte herzlich. Nachdem Andy, unser Reiseleiter und Buschauffeur die verschiedenen Funktionen der Sitze und Belüftung erklärt hat, überlässt er uns dem Schlaf des Gerechten. Ich stülpe mir meinen Kopfhörer über und mit Mozart's Kleiner Nachtmusik geht's ab Richtung Norden. In Basel wird's langsam Tag, der Wettercharakter hat sich kaum verändert. Dafür mein psychischer Zustand. Dieser sinkt nullkommaplötzlich in den tiefsten Keller. Ich bin seelisch schon im Eismeer angelangt. Grund: Quer durch unsere Scheibe verläuft ein breiter, schwarzer Balken. Dieser gehört zur Aussenverkleidung vom Bus. Das Probesitzen in Horw war für die "Katze", weil ein anderer Typ von Bus eingesetzt wird. "8000 km mit einem schwarzen Balken vor den Augen" nie und nimmer. Meine Gemütswallungen sind offenbar bis zu Andi durchgedrungen. Kurz vor der Kaffeepause orientiert er uns, dass im hinteren Teil vom Bus freie Plätze zur Verfügung stehen.. Damit ist mein Problem gelöst. Der Adrealinspiegel wieder normal.
Nach dem Mittagshalt verabschiede ich mich - nur was den Sitzplatz im Bus betrifft - von Erna für die nächsten 16 Tage und beziehe "Stellung" in der dritthintersten Reihe. Die rechte Seite ist auch frei, knipsen durch die Hinterscheibe möglich. Ich habe mein fotographisches Plätzchen gefunden. Dabei störe ich niemanden von der Reisegruppe, was mir wichtig ist. Besser kann es nicht sein.


Skyline von Frankfurt
Nachdem sich mein Gemütszustand aufgehellt hat, hat auch Petrus ein einsehen. Die Wolkendecke lockert auf und die Sonne begrüsst uns erstmals auf dieser Reise. Die Landschaft verändert sich schlagartig.


Getreidefelder


Windkraftanlagen
Die Fahrt durch Deutsche Landen ist überraschend abwechslungsreich und interessant. Nix von langweiligen Autobahnen. Andi informiert kurz und bündig über wichtige Gegebenheiten wie, dass die Strassen von Süden nach Norden in Deutschland mit ungeraden Ziffern bezeichnet sind, die geraden Ziffern werden für die Strassen von Westen nach Osten verwendet. Ganz schön praktisch. Mit Hinweisen auf markante Orte und Landschaften weckt er immer wieder das Interesse der Reisegruppe. Ein wichtiger Beitrag leistet natürlich die schöne Panoramasicht aus dem "2.Stock" vom Bus. Das ist ein ganz anderes Seh- und Wahrnehmungserlebnis. Man kann viel beobachten. Zum Beispiel von oben in die Kabine der Lastwagenfahrer gucken, was die so alles treiben, wenn sie gelangweilt ihre vierzig Tönner durch die Landschaft chauffieren. Uff, da bin ich wohl ungewollte zum Voyeur geworden!!


Der SNOW DOME Bispingen liegt direkt an der A7 im Städtedreieck Hamburg, Hannover und Bremen.
Nach dem Mittagsrast gönnen uns die Chauffeure ein ausgiebiges Mittagsschläfchen. Was zu Hause zur Normalität gehört, kann ich auf Reisen nicht vollziehen. Ich muss einfach immer auf Draht sein, weil ich das Gefühl habe, ich könnte was wichtiges verpassen. Ein Überbleibsel aus meiner Kindheit.
Hamburg lassen wir links liegen. Ellenlange Baustellen dominieren . Trotzdem kommen wir ohne Staus durch und erreichen rechtzeitig den Parkplatz der TT-Line.


Wir sind nicht die einzigen


Als kleine Überraschung und zum überbrücken der Wartezeit wird uns von Ida ein Aperitiv serviert. Unterdessen holt Andi die notwendigen Dokumente zum Einchecken auf die Nachffähre Nils Holgersson der TT-Line. Via Fingerdock betreten wir die Fähre. Auf uns wartet ein reichhaltiges Nachtessen: "Captains' Summer Buffet".Ich geniesse in ganz kleinen Häppchen die Köstlichkeiten vom warmen und kalten Büffet.


Bis auf den letzten Platz gefüllt mit PW'S und LKW'S verlassen wir kurz nach 22.00h Travemünde.


Sonnenuntergang So richtig dunkel wird es erst gegen Mitternacht.


Der Viermaster ist das letzte Foto vom heutigen Tag, geknipst um genau 22.20.32h. Freiwillig verordnete Bettruhe: 23.00h, denn auf der Fähre ist ganz schön was los. Ich bin seit 18 Stunden ruhelos unterwegs. Ich will die neuneinhalb Stunden Überfahrt zur Erholung nützen. Den Sonnenaufgang will ich aber nicht verpassen. Ob er auf meiner San-Disc-Karte festgehalten ist, erfährt ihr in Kürze. HaKo

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HaKo's Reisetagebuch 09 Jul 2015 20:39 #8

sehr unterhaltsam, spannend und klar, Deine Reisebeschreibung, HaKo - herzlichen Dank für's Mitnehmen!


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter

HaKo's Reisetagebuch 10 Jul 2015 09:28 #9

Danke HaKo für den einleitenden Bericht über die Reise zum Nordkap und Lofoten. Das scheint interessant zu werden, denn mit Carreisen über so lange Strecken habe ich überhaupt keine Erfahrung. Die Umgebung ist mir doch sehr bekannt, aber neue Eindrücke gibt es immer wieder. Du hast für diese Fahrt eine gute Jahreszeit gewählt und hoffentlich spiel das Wetter mit.
Mit Spannung sehe ich der Fortsetzung entgegen - hrjung

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HaKo's Reisetagebuch 10 Jul 2015 23:00 #10

Meine Erlebnisreise zum Nordkap und den Lofoten
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Teil III Trelleborg - Stockholm

Eine gemütliche Fahrt durch Südschweden zur Landeshauptstadt

Meine erste Nacht auf einer "richtig grossen Fähre" habe ich in guter Erinnerung. Die See war ruhig, der Schlaf tief und sehr erholsam. Bestens ausgeruht freue ich mich auf den Tag, an dem ich erstmals Skandinavischen Boden betrete.


Ich hab's geschafft, ohne Handy, wohlverstanden, den Sonnenaufgang zu knipsen. Das Frühaufstehen hat sich gelohnt. Das Sonnendeck ist menschenleer. Ich geniesse die meditative Morgenstimmung, die leichte, erfrischende Brise und das ruhige Wasser der Ostsee.


Alle haben den Bus im Wirrwar von LKW'S,Car's, Homemobilen und PW's gefunden. Einheimische haben in den tax free shops tüchtig alkoholische Getränke eingekauft. Ich frage mich, wie sie die über die Grenze bringen?
Unsere Reise geht weiter durch Südschweden. Vorher müssen wir aber noch von der Fähre. Dieses Prozedere, bestens dirigiert vom Bordpersonal, dauert keine 10 Minuten. Ich bin erstaunt über diese logistische Meisterleistung. Auch die Abfahrt von der Rampe geht ohne Stau vor sich und schon bald geniessen wir von unserem Adlerhorst aus den Blick auf die Ostsee.


Wir fahren der Küste entlang Richtung Helsingborg. Schöne Strände und


landwirtschaftliche Höfe dominieren und bringen den Einheimischen Verdienst.


herrliche Mohnfelder und


leuchtende Ginsterbüsche erfreuen das Auge


Auch dieses Landschaftsbild gibt es in Südschweden, das sei nicht verschwiegen


Erster Mittagshöck am Vättemsee bei Jonköping


Während Röbi, im Vordergrund, uns feine Bratwürste und Servelat grilliert, üben sich die Nordlandfahrenden im


Smaltalk. Auf diese Art lernt man sich kennen und wird schnell zur "verschworenen Reise-Gesellschaft".


Es wird kräftig zugebissen. Röbi hat den ersten Test seiner Kochkunst mit Bravour bestanden.


Während wir das - ausgenommen einige wenige - Mittagsschläfchen halten chauffiert uns Tobias, der zweite Chauffeur, auf der E4 nach Linköpping >> Norrköpping. Eine gemütliche Fahrt im Landesinneren. Die Topographie ist eher flach und die dunklen Wolken lassen nichts gutes erahnen.


Diese Eisenbahnbrücke dürfte Seltenheitswert haben. Sie steht kurz vor Stockholm und kann bei der Durchfahrt von grossen Kreuzfahrtschiffen hochgezogen werden.


Erster Eindruck von Stockholm: viel Wasser, schwungvolle Brücken, moderne Gebäude und historische Bauten.
Morgen erwartet uns eine Stadtführung , ehe wir am Nachmittag auf die Nachtfähre nach Helsinki einchecken. Die Ausfahrt auf's offene Meer soll sensationell sein.

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HaKo's Reisetagebuch 12 Jul 2015 13:53 #11

Meine Erlebnisreise zum Nordkap und den Lofoten
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Teil IV Stadtbesichtigung Stockholm

Einige Vorbemerkungen: Stadtbesichtigungen sind nicht mein Ding. Schon gar nicht bei den vorherrschenden Wetterbedingungen. Sie fühlen sich an wie ein kalter Novembertag. Die dunklen Regenwolken hängen tief über der Stadt. Die Bedingungen zum fotografieren sind also alles andere als optimal. Damit kann ich leben. Mehr Mühe macht mir die Tatsache, dass ich schnell mal an die Grenze meiner Aufnahmefähigkeit komme. Stockholm in drei Stunden anzuschauen ist etwa vergleichbar mit einem Unterfangen, die Eigernordwand in fünf Minuten zu durchsteigen.
Trotzdem habe ich natürlich einen sehr sehr bescheidenen Eindruck vom "Venedig des Nordens" mit nach Hause genommen und den Vorsatz gefasst:" da musst du mal einen längeren Aufenthalt machen"! Wie das so ist mit den Vorsätzen wissen wir aus eigener Erfahrung. Das Neujahr lässt grüssen!!
Stockholm und das Wasser:
Wasser macht etwa 30 Prozent der Stadtfläche aus. Ein Meerbusen der Ostsee umschließt die Stadt im Osten mit zahlreichen Buchten, Landzungen sowie etwa 24.000 größeren und kleineren Inseln (Schären genannt)
Stockholm liegt am Ausfluss des Sees Malären in die Ostsee. Der See erstreckt sich 120 Kilometer nach Westen ins Landesinnere. Slussen, eine Schleuse mitten in Stockholm, trennt das Süsswasser des Mälarsees vom Salzwasser der östlich liegenden Ostsee


Grosse Gewässer...

Verbindungskanäle...

und kleine, idyllische Seitenkanäle sind charakteristisch für das "Venedig" vom Norden


Unsere Stadtführerin Helia in Aktion Hier gehtg's lang, liebe Gäste
Bei Stadtführungen habe ich immer das Problem: soll ich den Ausführungen der Stadtführerin zuhören oder DEN optimalen Platz zum fotographieren suchen. Diese zwei Realitäten sind nie deckungsgleich. Mit einem Kopfhörer bekommt man das Problem einigermassen in den Griff. Die Fotofans können sich von der Gruppe entfernen, haben aber trotzdem die Informationen und kehren nach dem "Fotoshotting" sofort wieder zur Gruppe zurück, bevor man diese aus den Augen verliert, denn sich in Menschenmassen zu bewegen ist bei Stadtführungen so sicher wie das Amen in der Kirche.
Dies ist in Stockholm nicht anders. Schon beim warten im Bus auf unsere Stadtführerin ziehen endlose "Schlangen" von fernöstlichen Touristinnen und Touristen an uns vorbei. Sie prägen das Bild der touristischen Attraktionen der Stadt.
Helia führt uns auf den Fotobalkon von Stockholm und macht mit uns eine kleine Inselfahrt

Der Andrang an Touristenbussen bei einer Aussichtsplattform ist enorm. Mit ach und krach und einer gehörigen Portion drängeln findet Andi eine Parklücke. Es ist sagenhaft, wie er den Bus Zentimeter genau lenkt. Wir steigen für einen kurzen Fotohalt aus.


Der Überblick


Der Vergnügungspark


Die Stadt wächst
Statt Bilder von der Inselfahrt - knipsen aus dem Bus ist unmöglich und ehrlich gesagt, habe ich grosse Mühe mit dem Wissen, wo wir uns jeweils gerade befinden. Im Stadtgebiet liegen 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind - einige Fakten und Bilder zur Stadt:


Trotz Stadtplan
Stockholm(stock: Stock=Baumstamm;holm=kleine Insel) ist die Hauptstadt Schwedens und mit 868.141 (Gemeinde Stockholm), 1,4 Millionen (tätort Stockholm) beziehungsweise 2,1 Millionen Einwohnern (Grossstockholm) die größte Stadt in Skandinavien. Sie hat eine mehr als sieben Jahrhunderte zurückreichende Besiedlungsgeschichte und ist seit 1643 die Residenz des Königs. Die Stadt ist sowohl Sitz des schwedischen Parlaments als auch der schwedisch Regierung. Eine Universität und mehrere Hochschulen sind angesiedelt. Sie ist ebenso das kulturelle Zentrum des Landes und Bischofssitz der protestantischen und katholischen Kirche.

Mit Helia in der Innenstadt


Stortorget


Altstadtgasse


Fassade vom Stockholmer Schloss


Reichstagsgebäude


Auf dem Weg in die Altstadt


Wachtablösung der königlichen Garde. Zu gewissen Zeiten mit "Pauken und Trompeten", sowie Pferd und Reiter. Da ich mit Menschenmassen auf Kriegsfuss stehe, habe ich es sein lassen. Bei uns gibt es auch eine Wachtablösung. Die Stadtführung endet hier und unsere Crew übernimmt das Kommando.
Einige wichtige Punkte will ich aber nicht unerwähnt lassen.


Stockholm ist wichtigster Knotenpunkt des schwedischen Eisenbahnnetzes


Die Stadt hat einen wichtige Fährhafen mit Verbindungen nach Helsinki, Mariehamn, Sankt Petersburg, Turku und Tallinn.


Trotz gut ausgebautem Strassennetz gehören auch hier Staus zum Alltag der Pendler


Traditionelle und moderne Architektur

Der Nobelpreis wird jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel(1833-1896) in den Disziplinen Physik,Chemie,Physiologie oder Medizin und Literatur in Stockholm feierlich übergeben. Einer fehlt und der wird in einer anderen skandinavischen Stadt übergeben. Welcher und wo lautet die Quizfrage?
Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ist von der Schwedischen Reichsbank zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahre 1968 gestiftet worden. Erstmalige Verleihung: 1969 (Infos aus verschiedenen Quellen)

Die freie Zeit nach der Stadtführung nutzen Erna,Laurent und ich zum Besuch der Stadtmission. Die karitative Organisation führt an bester Lage ein Selbstbedienungs-Restaurant mit einer herrlichen Terasse im 2. Stock. Wenn es auch nur nicht so kalt wäre...Die einheimischen Spezialitäten schmecken. Ausgeruht machen wir uns auf den Weg zum Bus, der uns zur Fähre von Stockholm nach Helsinki bringt. Es erwartet uns eine spektakuläre Schifffahrt, weiter der Mitternachtssonne entgegen.

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Letzte Änderung: von Hako.

HaKo's Reisetagebuch 12 Jul 2015 16:06 #12

Schade, dass ihr so schlechtes Wetter habt. Ich würde gerne etwas von unserem Sonnenschein, der Hitze und dem blauen Himmel nach Norden schicken, wenn dies per Mail möglich wäre!
Herzlichen Dank für deinen Report. Ich verfolge die Route wie üblich auf Google-Map. Im Jahr 1966 habe ich auf einer dreiwöchigen Nord-Tour mit VW-Bus und einem PW, Zelten und Kochtöpfen eine kleine Gruppe junger Erwachsener auf der Vogelfluglinie nach Stockholm - und weiter durch Schweden - Norwegen - Dänemark - gefahren. In Stockholm war in diesem Jahr die Umstellung auf Rechtsverkehr! Dies bedingte umfangreiche Strassen- und Brückenumbauten. In einer deiner oben gezeigten engen Altstadtgassen verirrten wir uns mit dem Bus und mussten rückwärts wieder zurückfahren! Übernachtet haben wir ausserhalb auf einem Zeltplatz mit viiiielll Mücken!
Am Sonntag sind wir zu den Schären hinausgefahren - um auf dem Heimweg in einen kilometerlangen Stau zu geraten. Klar, warum :woohoo:
Gerne schaue ich mir deine aktuellen Bildberichte hier an und geniesse eure Fahrt mit euch.
Gute Weiterreise
WillY

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HaKo's Reisetagebuch 12 Jul 2015 21:53 #13

Hako schrieb: Trotzdem habe ich natürlich einen sehr sehr bescheidenen Eindruck vom "Venedig des Nordens" mit nach Hause genommen und den Vorsatz gefasst:" da musst du mal einen längeren Aufenthalt machen"!

DAS ist ein sehr guter Vorsatz, Stockholm ist wirklich ein längerer Aufenthalt wert. Es ist für mich eine der schönsten und abwechslungsreichsten Städte, die ich kenne.


Jean-Pierre Guenter

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Jean-Pierre Guenter

HaKo's Reisetagebuch 13 Jul 2015 14:15 #14

Wie ich sehe, hat HAKO nicht das bessere Wetter als wir in Island, nur haben wir noch bis Mitte August Zeit um auf der Insel herum kutschiern!

Cämper Guschti

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Cämper Guschti

HaKo's Reisetagebuch 13 Jul 2015 21:05 #15

Zwischenruf: Herzlichen Dank für die Reaktionen. Sie freuen mich und spornen an. HaKo

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